Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher, auch RAM genannt, ist das "Kurzzeitgedächtnis" eines Computers. Die Zugriffszeiten sind ein vielfaches schneller, als beispielsweise einer Festplatte. Im Arbeitsspeicher legt der PC Programmcode ab, der in der Regel von einem anderen, langsameren Datenträger eingelesen wird. Diese Daten werden dann an einen noch einmal schnelleren Cache geliefert, bevor er dann vom Prozessor, der CPU, verarbeitet wird.

Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass die RAM abwärtskompatibel sind, das bedeutet, dass ein RAM-Riegel mit schnelleren Chips, als die Spezifikation des PC es erlauben würde, auch funktioniert. Das gilt natürlich nur innerhalb der RAM-Hauptgruppe. SD-Ram passt nicht bei DDR und die DDR-Ram-Arten sind untereinander auch nicht tauschbar. Weiter sollte man möglichst große Riegel nehmen, das hat den Vorteil, das man bei einem etwaigen weiteren RAM-Ausbau noch freie Slots zur Verfügung hat und die alten drin lassen kann und man spart Strom. Ein Riegel braucht etwa 2 Watt, egal welche Kapazität er hat.

Es gibt hierbei 2 Arten von Arbeitsspeicher: Einmal für Desktop- Computer und einmal für Laptops. Der Notebookspeicher hat die Bezeichnung So-Dimm, während der normale PC- RAM nur Dimm heißt. Die Spezifikationen gelten aber für alle gleich. Nur beim Kauf muss man dringlichts darauf achten.

Speicherbedarf von Windows XP

Windows XP reagiert sehr stark auf die Menge des verbauten Arbeitsspeichers. Ab 512 MB ist flüssiges Arbeiten möglich, ab 1 GB ist man normal gut bedient. Wer aufrüstet, kann aber auch gleich 2 GB einbauen, so ist auch bei graphiklastigen Anwendungen genug Luft da. Ab 1 GB stellt dann eher die CPU den Flaschenhals dar. Der maximal mögliche Speicherausbau ist hier vom Motherboard abhängig. Von XP gibt es auch eine 64-Bit-Version, die krankt aber an mangelnder Treiberunterstützung der Hersteller und ist nicht empfehlenswert. Somit bleiben systembedingt für ein 32 bittiges Betriebssystem maximal 3 GB nutzbarer Speicher übrig. Sollten mehr eingebaut sein, so nutzt XP diesen einfach nicht.

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Speicherbedarf von Vista

Vista ist sehr speicherhungrig. Normales Arbeiten sollte ab 2 GB RAM gut möglich sein, mehr schadet allerdings auch nicht. Vista gibt es ebenfalls in 32- und 64 Bit. Auch hier gilt die Beschränkung beim RAM Ausbau bei 32 Bit, welche bei 64 Bit quasi weg fällt, da hier wesentlich mehr RAM verbaut werden könnte, als praktisch verbaut werden kann. Als Empfehlung gelten 4-8 GB RAM.

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Speicherbedarf von Win 7

Win 7 liegt im Speicherverbrauch zwischen XP und Vista. Prinzipiell gelten die Aussagen von Vista auch hier. Lässt die Hardware es zu, sollte man auf Win 7 umrüsten, da es auf absehbare Zeit keine Unterstützung der Hersteller für die beiden älteren Betriebssysteme mehr geben wird. Auch Microsoft lässt die Unterstützung auslaufen. Als Empfehlung können auch hier 4-8 GB RAm gelten

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Wie erfahre ich, was für Arbeitsspeicher ich brauche?

Um den Typ des Arbeitsspeichers heraus zu finden, holt man sich das Tool "Everest" Download Everest aus dem Internet.
Mit Hilfe dieses Tools lassen sich so ziemlich alle Parameter Ihres PC auslesen, auch die Spezifikationen des Arbeitsspeichers.

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SD RAM

SDRAM ist die Abkürzung für „Synchronous Dynamic Random Access Memory“. Für den normalen Einsatz im PC wird "unregisterd" und "unbuffered" RAM benötigt. "Registered" und "buffered" RAM wird für den Servereinsatz eingebaut. Die Servermodule funktionieren nicht auf normalen Motherboards. Die Geschwindigkeit der Module ist abhängig vom Systemtakt des Motherboards, repektive der CPU. Folgende SdRAM-Typen sind auf dem Markt:

  • PC-66 SDRAM
    Der Speicher arbeitet mit einer Taktfrequenz von 66 MHz und haben eine Zugriffszeit von 10 oder 12 ns.
  • PC-100 SDRAM
    Der Speicher kann bis 100 MHz innerhalb seiner Spezifikation betrieben werden und ist abwärtskompatibel zu den 66er Modellen. Die Zugriffszeit beträgt 8 ns.
  • PC-133 SDRAM
    Ebenfalls abwärtskompatibel zeigen sich die 133 MHz schnellen Module mit einer Zugriffszeit von 7 oder 7,5 ns.
  • PC-150/166 SDRAM
    Hier haben wir keine wirkliche Spezifikation, sondern nur vom Hersteller für den Betrieb von 150/166 MHz freigegebene 133er Module.

Bei den 133er Modulen neuerer Produktion muss man sehr genau hinschauen, wie die einzelnen Chips angeordnet sind. Beim Kauf sollte man sich die Funktionalität auf seinem Motherboard vom Verkäufer bestätigen lassen. Single-sided-256 MB-Module sowie 512 MB- und 1024 MB-Module funktionieren beispielsweise auf Super-Sockel-7-Mainboards normalerweise gar nicht.

Es gibt Module von 16 MB bis zu 1 GB. Die Module werden mit 3,3 Volt betrieben. Datenübertragungsrate liegt bei 1,06 GB/s bei den 133er Modulen. Die Module haben 168 PINs

DDR 1 RAM

Genau heisst der Speicher eigentlich DDR-SDRAM (Synchronous Dynamic Random Access Memory). Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des SdRAM. Durch einen simplen Trick, bei dem sowohl bei der auf- als auch bei der absteigenden Flanke des Taktsignals ein Datenbit übertragen wird, anstatt wie bisher nur bei der aufsteigenden Flanke, konnte die Datenübertragungsrate nahezu verdoppelt werden. Die Spannung liegt bei 2,5 Volt bei den 400ern 2,6 Volt. Die Module haben 184 PINs

ChipModulSpeichertaktI/O-Takt ²Effektiver Takt ³Übertragungsrate pro ModulÜbertragungsrate Dual-Channel
DDR-200PC-1600100 MHz100 MHz200 MHz1,6 GB/s3,2 GB/s
DDR-266PC-2100133 MHz133 MHz266 MHz2,1 GB/s4,2 GB/s
DDR-333PC-2700166 MHz166 MHz333 MHz2,7 GB/s5,4 GB/s
DDR-400PC-3200200 MHz200 MHz400 MHz3,2 GB/s6,4 GB/s
  • ²) Geschwindigkeit der Anbindung an den Speichercontroller von CPU oder Mainboard
  • ³) Der theoretische, effektive Takt im Vergleich zu SDRAM
  • PC-XXXX: Das XXXX berechnet sich durch (2 × Speichertakt × Busbreite)/8 (Busbreite = 64 bit) und entspricht der Datenrate in MB/s.

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DDR 2 RAM

Dieser RAM wird mit 240 PINs betrieben, wobei die Betriebsspannung auf 1,8 Volt abgesenkt wurde. Die Module haben eine Erkennungsautomatik, so dass jedes Modul in jeden DDR-RAM 2 Slot verwendet werden kann. Sie sind mechanisch und elektrisch zu den DDR 1 Modulen verschieden und passen auch nicht. Bei diesem Typ RAM wird mit einem Vierfach-Prefetch gearbeitet im Gegensatz zu einem zweifachen bei DDR 1.

ChipModulSpeichertaktI/O-Takt ²Effektiver Takt ³Übertragungsrate
pro Modul
Übertragungsrate
Dual-Channel
DDR2-400PC2-3200100 MHz200 MHz400 MHz3,2 GB/s6,4 GB/s
DDR2-533PC2-4200133 MHz266 MHz533 MHz4,2 GB/s8,4 GB/s
DDR2-667PC2-5300166 MHz333 MHz667 MHz5,3 GB/s10,6 GB/s
DDR2-800PC2-6400200 MHz400 MHz800 MHz6,4 GB/s12,8 GB/s
DDR2-1066PC2-8500266 MHz533 MHz1066 MHz8,5 GB/s17,0 GB/s
  • ²) Geschwindigkeit der Anbindung an den Speichercontroller von CPU oder Mainboard
  • ³) Effektiver Takt im Vergleich zu SDR-SDRAM (theoretisch)
  • PC2-XXXX: Das XXXX berechnet sich durch (4 × Speichertakt × Busbreite)/8 (Busbreite = 64 bit) und entspricht der Datenrate in MB/s.

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DDR 3 RAM

Hier wird mit einem Achtfach-Prefetch gearbeitet. Sie sind zwar PIN-kompatibel zu den DDR 2 Modulen, aber durch eine andere Einkerbung passen sie nicht in DDR2 Slots.

Spezifikationen
ChipModulSpeichertaktI/O-Takt ²Effektiver Takt ³Datenrate pro ModulDatenrate Dual ChannelDatenrate Triple Channel
DDR3-800PC3-6400100 MHz400 MHz800 MHz6,4 GB/s12,8 GB/s19,2 GB/s
DDR3-1066PC3-8500133 MHz533 MHz1066 MHz8,5 GB/s17,0 GB/s25,5 GB/s
DDR3-1333PC3-10600166 MHz667 MHz1333 MHz10,6 GB/s21,2 GB/s31,8 GB/s
DDR3-1600PC3-12800200 MHz800 MHz1600 MHz12,8 GB/s25,6 GB/s38,4 GB/s
  • ²) Geschwindigkeit der Anbindung an den Speichercontroller von CPU oder Mainboard
  • ³) Effektiver Takt im Vergleich zu SDR-SDRAM (theoretisch)
  • PC3-XXXX: Das XXXX berechnet sich durch (8 × Speichertakt × Busbreite)/8 (Busbreite = 64 bit) und entspricht der Datenrate in MB/s.

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