Windows 7 von XP

Von XP auf Win 7 umsteigen und seine gewohnte Systemumgebung nahezu behalten ist das Thema dieses Artikels. Wie Sie die Klippen des Upgrades umschiffen.
Leider hat Microsoft kein direktes Upgrade von Windows XP zu Windows 7 vorgesehen. Selbst ein Upgrade von Microsoft Windows Vista ist nicht in allen Fällen möglich. Somit steht eine Neuinstallation ins Haus. Will man seine gewohnte Arbeitsumgebung so gut wie nur irgend möglich wieder her stellen, sollten Sie weiter lesen, denn es gibt einiges zu beachten. Haben Sie Ihre wichtigsten Daten sowieso auf externer Festplatte und wollen Sie nur Ihr altes XP auf Windows 7 bringen und dann nur alles auf neuer Basis erforschen, dann reicht eine Installation des neuen Betriebssystems und der benötigten Programme aus.

Nach unseren Erfahrungen ist Win 7 übrigens nicht so ressourcenhungrig, wie es Vista war. Es läuft auch auf älteren Rechnern in etwa mit der Geschwindigkeit von XP. Als Empfehlung dürfen hier 2GB RAM gelten. Wir haben Kunden, bei denen läuft Win 7 durchaus zufriedenstellend auf Pentium M Basis mit 1,7 GHz und 2 GB Speicher. Die Hardware ist also von 2004/5. Dort allerdings nur auf 32 Bit. Worauf man achten muss, ist die Treiberunterstützung für die vorhandene Hardware. Dies sollte man schon im Vorfeld klären.

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Interessantes:

Von XP auf Win 7 umsteigen

Von XP auf Win 7 umsteigen

ist schon mit einigen Hürden gepflastert und nicht so einfach zu bewerkstelligen. Das liegt daran, dass alles kreuz und quer verteilt ist. Mit dem Tool "Everest" lässt sich die komplette verbaute Hardware anzeigen und die Infos spucken auch die Hersteller der Komponenten aus, oft mit Link zu den Treibern. Everest bietet auch die Funktion, eine Datei zu generieren, wo alles drin steht, von Hardware, über Software, Lizenzschlüssel etc., diese sollte man nutzen, damit man später nachschauen kann, wenn etwas fehlt.

Außerdem braucht man eine externe Festplatte genügender Größe, um alles sichern zu können, für die "kleinen" Dinge auch noch einen USB-Stick.

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Benötigte Tools

Benötigte Tools
für den Umstieg von Windows XP zu Win 7. Folgendende Tools erleichteren uns das Sichern der Browserprofile, der Mails und Maileinstellungen, sowie dienen der Reinigung des Systems und Ermittlung der notwendigen Treiber:

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Istzustand ermitteln

Istzustand ermitteln
der installierten Programme bewerkstelligt man am Besten, indem man in der Systemsteuerung unter Software die installierten Programme anzeigen lässt und sich jene notiert, welche man nachher auch wieder braucht. Was nicht geht, ist diese Programme zu extrahieren. Man braucht also zwingend die Installationsträger oder Programmdatei dieser Programme, um diese auf Win 7 zu installieren. Auch die personalisierten Daten dieser Programme lassen sich schlecht extrahieren, da es durchaus sein kann, dass das Programm für Windows 7 andere Stellen zur Speicherung verwendet. Manchmal ist es möglich, den Ordner des Programms im Programmeordner zu kopieren und nachdem man das Programm unter Windows 7 installiert hat, diesen dann dort mit Administratorrechten wieder hin zu kopieren, was die dortigen Dateien überschreibt. Dies funktioniert aber aufgrund etwaiger Versionsunterschiede nicht zwingend.

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System bereinigen

System bereinigen
bewerkstelligt man mit dem Tool Ccleaner. Damit lassen sich Programme deinstallieren und anderen Müll beseitigen. Bevor man die Browserprofile sichert, sollte man überall deren Cache löschen. Aber nur den Cache, damit Passwörter, Cookies etc. nicht verloren gehen.

Nach dem Gebrauch von Ccleaner nutzt man das Tool combofix. Damit werden Rootkits, Malware und andere Schädlinge entfernt. Der installierte Virenscanner sollte zur Laufzeit deaktiviert werden. Das Toll ist menügeführt. Eventuell muss noch die Microsoft Wiederherstellungskonsole nachinstalliert werden. Hierzu ist ein Internetzugang notwendig.

Nach Gebrauch der beiden Tools sollte der Müll weg sein. Am Besten löscht man noch die meist unter "Eigene Dateien" liegenden nicht mehr gebraucht werdenden Dateien, damit man diese nicht wieder mit überträgt.

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Daten sichern

Daten sichern
auf eine externe Festplatte. Als erstes ist dringend angeraten, mit Trueimage ein Image der alten Festplatte/n zu machen. Dies kann durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen, gibt aber die gewissheit, dass man damit das alte System bei Bedarf wieder herstellen kann, falls beim Upgrade doch etwas schief geht und man hat ALLE Daten noch. Wer vorher mit Ccleaner den "Schrott" wie nicht gebrauchte Programme etc. entfernt hat, wird jetzt mit schnellerem Erstellen des Images sowie kleinerem Speicherbedarf auf der exxternen Platte belohnt. Eine Alternative hierzu ist, gleich eine neuere und somit meist größere und schnellere Festplatte einzubauen. So kann man die alte Platte bei Bedarf zurück bauen und hat das komplette alte System noch zur Verfügung.

Nun geht es ans sicheren der Datenordner. Folgende Ordner sollten KOMPLETT gesichert werden. Eventuell müssen Sie hierzu die versteckten Ordner anzeigen lassen:

  • Dokumente und Einstellungen
  • Fonts im Windowsordner
  • Eigene Dateien (wenn diese nicht in Dokumente und Einstellungen gespeichert sind)
  • Adressbuch, zu finden über die Suchfunktion nach *.wap
  • Outlook sichert man mit dem Outlook Backup Assistant
  • Thunderbird mit dem Firesave
  • Sollten Sie Outlook Express verwenden, installieren Sie am besten Thunderbird auf dem XP-Rechner und lassen ihn bei der Installation die Daten aus Outlook Express verwenden. Da Outlook Express unter Win 7 nicht mehr vorhanden ist müssen Sie sich sowieso umgewöhnen, so können Sie gleich auf Thunderbird umsteigen. Danach per Thundersave das Profil sichern.
  • Die Browserdaten sicheren Sie mit dem jeweiligen oben angegebenen Tool, je nachdem, welchen Browser Sie verwenden.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich über die Suchfunktion noch die gängigen Dokumentformate anzeigen, wie *.doc, *.xls, *.jpg und so weiter. Das nur, im Falle nicht alle Daten unter Eigene Dateien liegen.

Was auch oft vergessen wird, ist die Lizenznummer des gekauften Virenscanners. Also ermitteln und notieren, ansonsten ist eine neue Lizenz fällig.

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Office und OpenOffice

Office und OpenOffice
Vorlagen sowie angepasste Symbolleisten sollte man auch von Hand sichern. Office 2003 hatte hier noch eine Funktion für den Export, zu finden im Programmeordner unter Office Tools. Neueren Versionen fehlt dieses Tool.

Bei Office 2007 lassen sich die Einstellungen unter Win XP so sichern:
C:\Dokumente und Einstellungen\Holger J. Lorenzen\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\OFFICE
Hier alle Dateien mit der Endung *.qat speichern. Später dann in denselben Ordner des neuen Systems kopieren. Outlook sollte man mit oben angegebenen Tool sichern.

Bei OpenOffice werden die Einstellungsdaten in *.xcu - Dateien abgelegt:
C:\Dokumente und Einstellungen\USER\Anwendungsdaten\OpenOffice.org"Versionsnummer"\user\registry\data\org\openof fice\
In dem Verzeichnis und den Sub-Verzeichnissen findet man die Dateien für die globalen und die Einstellungen für die Module Calc, Writer, etc...

Es ist sinnvoll, den ganzen Bereich ab dem nachfolgend benannten Verzeichnis zu sichern:
C:\Dokumente und Einstellungen\laser\Anwendungsdaten\OpenOffice.org2\user\
da sich hier die User- Autokorrektur-, Autotext- Gallerien-, Vorlagen-, etc. Dateien befinden.
Darüber hinaus finden sich die Einstellungen das Gesamtsystem betreffend, wie beispielsweise die Spezifikationen für Rechtschreibung, Thesaurus, oder Silbentrennung, im Programmverzeichnis selbst. So steht die Ergänzung des Thesaurus z.B in der Datei:
C:\Programme\OpenOffice.org 2.0\share\dict\ooo\dictionary.lst
wobei die Thesaurus -Dateien auch in diesem Verzeichnis liegen.

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Windows 7 installieren

Windows 7 installieren
wir von einer Produkt- DVD. Hier kann man beim Kauf Geld sparen, indem man eine OEM- Version kauft. Diese sind genauso legal, wie eine Retail- Version, aber günstiger.

Beim installieren sollte man vorher im BIOS nachschauen, ob man die Option "AHCI" Modus aktivieren kann. Dies hat eine bessere Verwaltung der Festplatte durch Win 7 zur Folge. Im Prinzip lässt man einfach den Assistenten durchlaufen und hat im Anschluß eine frische Win 7- Installation auf der Platte.

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Windows 7 updaten

Windows 7 updaten
durch die Funktion "Programme- Windows Update" Hier alle Updates anschieben, exklusive der nicht benötigten Sprachen. Auch die Servicepacks sollten den Weg in das System finden. Der Vorgang kann durchaus mehrere Stunden dauern in Abhängigkeit der Aktualität des Installationsmediums.

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Windows 7 individualisieren

Windows 7 individualisieren
bezeichnet die Installation sämtlicher Software, die man benötigt. Win 7 bietet darüber hinaus noch viele Möglichkeiten, den Desktop anzupassen. Auch das Officepaket, wenn denn von Microsoft kommend, sollte man eventuell in einer neuen Kaufversion installieren, da der Updatesupport älterer Produkte ausläuft und somit Sicherheitslücken im System entstehen können. Inzwischen bietet Microsoft hier auch Familien -Versionen an, welche preislich durchaus akzeptabel sind.

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Alte Daten einspielen

Alte Daten einspielen
Nach der Programminstallation kopiert man nun die zuvor gesicherten Daten in die entsprechenden Ordner unter Windows 7. Die "Eigenen Dateien" liegen hierbei unter "Dokumente und Einstellungen - Username - Eigene Dateien".
Die Browserdaten etc. lassen sich durch den Aufruf derselben Tools wieder einspielen, welche man für die Sicherung verwendet hat. Im Gerätemanager sollte man checken, welche Treiber fehlen. Hier zeigte die Erfahrung, dass Sound- und Grafiktreiber vom Hersteller der Komponente kommen sollten. Gerade beim Sound hatten wir es schon oft, dass der Kopfhöreranschluß mit den Microsoft- Treibern nicht funktionierte.

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Uwe Neumann - Letzte Überarbeitung: 11.05.2011


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